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Immer mehr Verbraucher machen sich Gedanken darüber, wie viel Verpackungsmüll sie verursachen und versuchen, ihr Konsumverhalten entsprechend anzupassen. Auch Haustierbesitzer wünschen sich nachhaltige Verpackungen für Tierfutter, brauchen aber Unterstützung vonseiten der Hersteller, um in der komplexen Nachhaltigkeitsterminologie den Überblick zu behalten.

1. Den Verbrauchern klarmachen, dass eine nachhaltige Verpackung nicht mehr kosten muss

Die Nachfrage nach nachhaltigen Verpackungen ist groß: Tatsächlich würden sieben von zehn Verbrauchern in Großbritannien ihr Tierfutter lieber in einer umweltfreundlichen als in einer herkömmlichen Verpackung kaufen. Trotzdem hinkt die Tierfutter-Industrie in punkto nachhaltiger Verpackung hinterher. Nur eine von sieben Produkteinführungen im Bereich Tierfutter wirbt mit einer nachhaltigen Verpackung. Zum Vergleich: Laut Mintel GNPD ist das bei Lebensmitteln bei jeder fünften Produkteinführung der Fall.

Quelle: Gettyimages. Die Trends in der Tiernahrung orientieren sich immer stärker an den Trends aus der normalen Lebensmittelwelt. Das bedeutet auch, dass nachhaltige Verpackungen für Tierfutter weiter an Bedeutung gewinnen werden.

Haustierbesitzer würden ihr Tierfutter also gerne in nachhaltigen Verpackungen kaufen. Es herrscht jedoch immer noch die Meinung vor, dass umweltfreundliche Verpackungen mehr kosten. Dabei kosten Produkteinführungen ohne Nachhaltigkeitsangaben tatsächlich mehr als Produkteinführungen mit Nachhaltigkeitsangaben. Umso wichtiger ist es, dass Unternehmer gegenüber den Verbrauchern kommunizieren, dass Tierfutter mit nachhaltiger Verpackung nicht unbedingt teurer ist.

2. Auf Recycelbarkeit setzen

Das meiste Tierfutter, das weltweit auf den Markt kommt, wird in flexiblen Standbodenbeuteln verpackt – ein Format, das wegen seiner praktischen Handhabung beliebt ist. Mehr als ein Drittel dieser flexiblen Beutel sind jedoch mehrfach laminiert und können nicht einfach recycelt werden, da sich die Schichten nur schwer voneinander trennen lassen. Dabei würden sich die meisten Tierfutterkäufer in den USA wünschen, dass die Verpackung von Tierfutter (z. B. Plastikbeutel) einfacher zu recyceln ist. Unternehmen sollten das Thema Recycelbarkeit deswegen zur Priorität machen und mit Verpackungsunternehmen zusammenarbeiten wie Mondi, das sich um die Entwicklung von wiederverwertbaren Verpackungen aus Monomaterial bemüht, oder Amcor, das den weltweit ersten wiederverwertbaren, flexiblen Retortenbeutel auf den Markt gebracht hat.

Bildunterschrift: Pets at Home, eine britische Kette für Heimtierbedarf, hat vor Kurzem Recyclingstellen für flexible Tierfutterverpackungen eingerichtet, die ab 2022 in den meisten Geschäften vorhanden sein sollen. (Quelle: Pets at Home.)

Unternehmen sollten den Verbraucher auch durch den Kompostierungsprozess der Verpackung führen. Das US-amerikanische Unternehmen Cookie Pal beispielsweise versichert seinen Verbrauchern auf der Verpackung, dass die nachhaltige Verpackung überall dort sicher abgebaut werden kann, wo Mikroben vorhanden sind, also auch in Mülldeponien, im Meer und in der freien Natur. Auch der Hinweis auf plastikfreie Verpackungen kommt bei Verbrauchern gut an. Auf der Verpackung von den in Großbritannien erhältlichen Denzel’s Peanut, Cashews & Turkey Nut Butter Bites beispielsweise ist angegeben, dass die Verpackung biologisch abbaubar, kompostierbar und plastikfrei ist.

3. Die Vorteile der Nachhaltigkeit anhand von greifbaren Beispielen erklären

Nachhaltigkeitskonzepte sind für Verbraucher verwirrend. Nur wenige US-Verbraucher, die Lebensmittel kaufen, bringen einen geringen CO2-Fußabdruck mit umweltfreundlichen Verpackungen in Verbindung, und nur etwas mehr als jeder Zehnte hält Verpackungen auf pflanzlicher Basis für umweltfreundlich. Umso wichtiger ist es, dass Unternehmen Nachhaltigkeitsaspekte auf der Verpackung hervorheben und ganz klare Beispiele dafür geben, was genau sich hinter ökologischen Maßnahmen verbirgt. Green Petfood Sensitive Insect Dog zum Beispiel erklärt, wie sie 125 % Klimapositivität erreichen: Weniger Verbrauch von Land und Wasser bei der Herstellung und damit weniger Treibhausgase.

Quelle: Mintel GNPD Der Karton von Pooch & Mutt Turkey & Chicken Grain-Free, Junk-Free Complete Wet Food for Dogs soll im Vergleich zu einer Dose mehr als acht Lkw-Transporte einsparen.

Was wir denken

Verbraucher möchten umweltfreundliche Unternehmen unterstützen, und ihre Loyalität wird sich im Umsatz dieser Unternehmen niederschlagen. Sie brauchen jedoch eine Orientierungshilfe bei den Kosten. Sie brauchen Gewissheit, wie Recycling richtig funktioniert, und sie möchten wissen, welche ökologischen Vorteile nachhaltige Tierfutterverpackungen haben. Wenn Unternehmen das leisten und die Vorteile der „grünen“ Verpackung für Verbraucher verständlich aufbereiten, wird ihnen das langfristig zugutekommen. Schließlich gibt es genügend Verbraucher, die den nachhaltigen Lebenswandel befürworten – sie wissen nur oft nicht, wie.

 

Kate Vlietstra
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