Heißluftfritteusen sind in vielen Haushalten angekommen. Im Convenience-Regal ist der Trend bislang jedoch nur punktuell sichtbar. Zwar gewinnt das Thema an Dynamik, doch die Umsetzung bleibt selektiv. Für Hersteller eröffnet das deutliche Spielräume: bei Produktentwicklung, Positionierung und Kommunikation.
Hohe Nutzung, verhaltene Produktentwicklung
Die Lücke zwischen der hohen Verbreitung von Airfryern im Haushalt und ihrer bislang geringen Berücksichtigung bei Neueinführungen bleibt auffällig. Ein Großteil der Convenience-Neueinführungen mit Airfryer-Hinweis der vergangenen Jahre kam erst 2025 auf den Markt. Dennoch weist bislang nur ein kleiner Teil aller Convenience-Lancierungen explizit auf die Eignung für Heißluftfritteusen hin.
Ein Grund dafür liegt im Nutzungsverhalten. Der Airfryer wird im Alltag zwar häufiger eingesetzt, Herd und Ofen bleiben aber weiterhin die zentralen Küchengeräte. Unter denjenigen, die zu Hause kochen, ist die Nutzung von Heißluftfritteusen 2025 gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Sie bewegt sich jedoch weiterhin in einem Rahmen, der klassische Zubereitungsarten nicht verdrängt.
Hersteller kommunizieren deshalb bislang meist breiter und geräteunabhängig. Insgesamt zeigt sich: Das Potenzial des Airfryer-Trends ist erkannt, schlägt sich aber erst schrittweise in der Breite der Neueinführungen nieder.
Chancen für Airfryer-optimierte Produkte im Kühlregal
Besonders naheliegend sind Airfryer-optimierte Konzepte in gekühlten Convenience-Kategorien, die einfache Zubereitung mit einem gesundheitlichen Mehrwert verbinden. Zuletzt entfielen die meisten Convenience-Neueinführungen mit Hinweis auf Heißluftfritteusen auf Fisch- und Kartoffelprodukte sowie Vorspeisen.
Diese Kategorien profitieren gleich mehrfach: von schneller Zubereitung, fettärmeren Ergebnissen und einer Textur, die im Airfryer gut zur Geltung kommt. Gleichzeitig passen sie gut in alltägliche Konsumanlässe rund um Mittag- und Abendessen.
Auch Geflügel und Fleischersatz bieten bislang wenig ausgeschöpfte Wachstumschancen. Beide Kategorien sind eng mit Gesundheitsmotiven verknüpft. Genau dort kann die Heißluftfritteuse zusätzliche Relevanz schaffen, wenn Convenience, Geschmack und wahrgenommene Leichtigkeit glaubwürdig zusammenspielen.
Vom Hinweis zum erlebbaren Nutzen
Ein Airfryer-Hinweis auf der Verpackung kann Orientierung geben und die mögliche Zubereitungsart klarer machen. Gerade bei Convenience-Produkten ist das wichtig, weil ihr Nutzen stark von einfacher und verlässlicher Anwendung abhängt. Als isoliertes Signal bleibt die Wirkung jedoch begrenzt.
Um den Airfryer-Trend wirksam zu nutzen, müssen Marken stärker zeigen, welchen konkreten Mehrwert die Zubereitung bietet. Entscheidend ist nicht allein die technische Kompatibilität, sondern die Übersetzung in Alltag, Ergebnis und Genuss: Wie schnell ist das Produkt zubereitet? Welche Textur ist zu erwarten? Wie gut passt es in einen eng getakteten Tagesablauf?
Konzepte gewinnen an Klarheit, wenn sie Anwendungsinspiration liefern, Schnelligkeit und Ergebnisqualität betonen und den Airfryer als selbstverständlichen Bestandteil moderner Alltagsküche positionieren. Das kann über die Verpackung hinausgehen, etwa durch Rezeptideen oder konkrete Zubereitungsvorschläge.
Kurz gesagt: Nicht die Kennzeichnung allein schafft Relevanz, sondern der erlebbare Nutzen. Marken, die Airfryer-Kompatibilität in ein breiteres Convenience-Versprechen übersetzen, statt sie nur als Zusatzfeature zu führen, können sich im wachsenden Angebotsumfeld deutlicher differenzieren.